Archiv der Kategorie: Hofleben

12tel Blick im September

Ein alter neuer Trend, gesetzt auf dem Pleißenhof und schon rübergeschwappt in die diversen Schulen: Diabolo! Dem einen eingezogenen Exemplar folgten rasch in jeder Familie des Hofes mindestens eines dazu und nun jonglieren alle um die Wette. Mittlerweile sogar auf dem Einrad. Irgendwann machen wir einen Zirkus auf.

Empfehlenswert ist es nur hin und wieder, einen Sturzhelm zu tragen, denn noch werden nicht alle der Geschosse aus vier bis gefühlt zehn Metern Höhe auch wieder aufgefangen. Vorsicht!

Die Diabolo-Begeisterung kennt jedenfalls keine Altersgrenze nach unten.

Nur die Schnüre sind noch etwas lang im Verhältnis zu den Armen…

Mehr Bilder vom Ende des Sommers findet ihr wie immer bei Eva.

Und nun fleißig üben!

Die Pleißen

12tel Blick im August 2020. Da fehlt was.

Die Feuerwehr ist weitergereist 🙁 Ein schwerer Abschied, wenn auch – ganz realistisch, vernünftig, nüchtern betrachtet (also all das, was ich nicht kann) – ein sinnvoller. Sie gimpelte leider nur so herum bei uns, Wind und Wetter ausgesetzt und vielen Kinderfüßen, -händen, -launen… Nun ist sie vom Schwager eines Rostocker Eisverkäufers begutachtet (siehe letzter 12telBlick), vom Eismann selbst gekauft und vor nicht ganz zwei Wochen abgeholt worden und wird ab sofort vorbereitet auf den Einsatz ihres Lebens: eine Reise nach Afrika. Ich wünsch dir noch gute Jahre, liebe Feuerwehr! Du warst ein Schatz und wirst mir fehlen. Schöner ist es durch deine Abfahrt jedenfalls nicht geworden, jetzt gibt es den unverstellten Blick auf unsere hauseigene Müllfabrikation. Ein wenig Rot ist aber noch da, das ein oder andere kleine Auto und der wunderbare Wäschekorb.

Schön, wenn auch klein, Klein, aber schön – der leuchtende gelbe Punkt in der Bildmitte. Ich schenke ihn dieser Dame, Zeichnerin und Illustratorin, Rittermama und Kämpferin, deren unglaublich intensives, anstrengendes, berührendes, wunderschönes, trauriges, lustiges, so so wichtiges Buch am 1. September in den Buchläden erschienen ist. Möge sie immer etwas Gelbes finden. Lest ihr Buch!

Wenn ihr noch mehr August sehen wollt, geht wie immer zu Eva.

Bis bald!

eure pleißen

12tel Blick mal wieder hinterher: Juli 2020

Im Juli sind ein paar Neuerungen und gewissermaßen eine Vorahnung zu sehen… Rechts sitzt eine Ansammlung von Leuten unter einem Sonnenschirm auf der neuen Bank, die unbedingt nochmal in Nahaufnahme gezeigt werden muß. Die ist nämlich echt schick geworten. Dazu ein Tisch, ein paar Stühle, ein Schirm und ein leckerer Kuchen. Sommer!

Ja und links im Bild stehen wiederum einige Personen. Was die da wohl machen?

Mehr Juli hier bei Eva.

Wir sind da nicht verlinkt, weil ich viiiiel zu spät dran bin 😉

Und sonst noch so im April!? Ostern zum Beispiel

Also erstmal Eier färben po-sorbski.

Jahrelang erprobt, nur fehlte uns dieses Mal unsere Oberfärberin, die in diesem Jahr aufgrund der derzeitigen Lage nicht aus Thüringen nach Sachsen einreisen durfte. So mußten wir es also ganz alleine machen und wir haben uns doch ganz gut geschlagen, oder?! Es gibt Punkte 😉

Und dann Ostersamstag. Über uns strahlend blauer Himmel. Dauerhaft.
Und schneeweiße Blüten. Leider nicht so lange.

Vor uns brutzeln ein Feuer und der Grill. Wir treiben den Hunger und die Dunkelheit aus, es werde Licht und neues Leben. Nur einer muß gehen:

Tschüssi, Weihnachtsbaum!

Und am nächsten Tag war Ostern. Und tatsächlich kam der Osterhase, trotz Corona und aller Grenzkontrollen.

EIn Ostergruß aus dem Schulsekretariat. Da wird noch gearbeitet.

So konnten wir also auf die Suche gehen auf der großen Obstbaumwiese.

Der Osterhase war kreativ: oben, unten, in allen möglichen Ritzen. Aber wir waren natürlich genauso kreativ und vor allem ausdauernd und durchstöberten jede Ecke, jedes Loch.

Als dann endlich alle Körbchen voll und vielleicht auch alle Eier gefunden waren, machten wir uns daran, die gewaltige Festtafel vorzubereiten.

Was es da alles zu schmausen gab, das hat für den ganzen restlichen Tag gereicht. Der bestand dann auch vor allem aus Essen, ein bißchen Spielen und ziemlich viel Herumfläzen.

Nebenan wurde auch gemampft.
Jammi!

Alles aufgefuttert. Weihnachten kann kommen!

😉

12tel Blick im April

Coronazeit ist Bauzeit auf dem Hof. So viele Hofbewohner wie sonst nie sind dauerhaft hier. Wir schmieden Pläne, diskutieren und handeln aus. Und wir tun, wo sonst so oft die Pläne wieder verebbten. Diesmal passiert was und das ist sehr wohltuend. Wir malochen, wir schwingen die Hämmer, die Schippen und Spaten, rollen Schubkarren, schmeißen Steine in den Container, schaffen neue Orte, Beete, Sitz- und Spielmöglichkeiten.

Sehr förderlich ist natürlich auch dieser Dauersonnenschein. Obwohl der mittlerweile nervt und vor allem dazu führt, daß wir ständig gießen müssen. Den Garten dürstet. Immerhin haben wir im Hof einen Brunnen. So konnte dieses frisch entstandene Beet erst einmal gründlich gewässert werden, der größte Spaß für die Kinder. Macht ja mit dem Schlauch auch mehr Spaß als mit Gießkannen.

Das Beet ist auf eine Inspiration aus der Landlust hin entstanden. Und es sieht mindestens genauso schön aus wie dort auf den – wie immer – atemberaubenden Fotos.

Weitere Veränderungen und aktuelle Beetfotos folgen!

Derweil schaut euch doch die anderen wunderbaren April-Blicke an: hier!
Wie immer alle versammelt bei Eva von verfuchstundzugenäht.

Ahoi!

Viel freie Zeit…

Nun sind fast alle zu Hause. Und zwar sehr, sehr lange. Wie lange genau… mal sehen. Bisher beschäftigen sich die Kinder wacker, lernen schon selbstständig, machen Hausaufgaben, aber vor allem genießen sie das momentan herrliche Vorfrühlingswetter. Und auch wir nutzen die Zeit und gehen das grüne, verkrautete Gartenbeet an in der großen Hoffnung, dass dieses Jahr alles besser und ertragreicher wird. Und bei der einknickenden Versorgungslage wär‘ es ja auch durchaus von Vorteil, wenn das Essen einfach im Garten wachsen würde.

Wobei… Vielleicht sollten wir vor allem Klopapier anbauen…

Auf jeden Fall gab es noch ein minikleine Überraschung: Die Möhrenernte!

Besonders groß sind sie tatsächlich nicht geworden, aber sie sind überhaupt, womit niemand gerechnet hat. Und nach vielen Monaten Ruhe im Boden haben sie auch tatsächlich noch geschmeckt.

Na dann: genießt den Fühling, nutzt die Zeit für was auch immer und bleibt vor allem gesund!

Frohes Futtern!

Nachtrag 2: 12tel Blick im März.

Im Hintergrund ist die Linde nun weg. Stattdessen ist das Fenster im Erdgeschoß der Malzdarre zu sehen.

Am Tag der Aufnahme war mehr los auf dem Hof, als es hier scheint. Zur Zeit machen wir fast monatlich einen Arbeitseinsatz. Hier sind allerdings warum auch immer gerade nur die Kinder zu sehen, die allerdings auch sehr fleißig bei der Sache waren. Die Großen waren wahrscheinlich schon wieder beim Kaffeetrinken 😉

Noch ist alles Grau, aber kurz darauf explodierte das Grün nahezu.

Nachtrag: 12tel Blick im Februar.

Super – hoch motiviert bin ich mit einem ganz wunderbaren 12tel-Blick-Motiv in das aktuelle Jahr gestartet und … bäm … Hackerangriff und alles ist futsch. Zumindest hat es jetzt diverse Monate gedauert, das Ding wieder zum Laufen zu bringen. An der zeitlichen großen Lücke war also dieses Mal keineswegs ich schuld. Schade ist es vor allem um die doch so angestrebte Kontinuität des 12tel-Blickes. Nun trage ich einfach zwei Monate nach, nur im April habe ich leider nichts mehr aufgenommen, vielleicht nehme ich dafür ein Maibild. Pssst.

Hier also der Februar:

Das rote Absperrband weist auf eine große, lang geplante Aktion hin: die Linde, die am nächsten zur Malzdarre steht (welches das Gebäude rechts im Bild ist), sollte gefällt werden. Im Moment der Aufnahme liefen auch bereits die Vorbereitungen, im Hintergrund sind schon dicke Äste zu sehen. Natürlich haben wir die Linde nicht aus Jux gefällt und es ist uns auch nicht leicht gefallen. Sie stand leider zu dicht an der Malzdarre und beschädigte das Dach und ihr mächtiges Wurzelwerk griff von unten an. Im Hinblick auf mögliche kommende Bauarbeiten sowie in Hinsicht auf die Nichtverschlimmerung des Status quo ist sie nun leidergefällt worden. Ein schwerer Gang.